Wie mir Krisen halfen meinen Weg zu finden

Krisen begleiten uns im Leben immer mal wieder. Doch Sie helfen uns auch, wieder den richtigen Weg zu finden. Krisen sind ein Zeichen der Seele.

Durch Krisen den Weg finden_klein

Die Partnerin oder der Partner trennt sich. Eine schlimme Krankheit wird diagnostiziert. Der Arbeitgeber kündigt uns die Anstellung. Unser Unternehmen schlittert in die Insolvenz. Das alles kennen sicher viele von uns. Und in vielen Fällen erreicht uns so etwas mehrmals im Leben. Meistens dann auch sehr plötzlich und unvorhersehbar. Schön ist das nicht und in manchen Fällen führt dies in echte Krisen. In einigen Fällen sogar in eine völlige Lebenskrise, verbunden mit der Frage nach dem eigentlichen Sinn des Lebens. Natürlich lassen sich nicht alle Krisen über einen Kamm scheren und was für den einen Menschen unerträglich ist, kann der andere ganz gut wegstecken. Doch ein Zeichen beinhalten Krisen für uns selbst allemal.

Bist du noch auf Deinem Weg?

Was ist dieses Zeichen? Was will es uns sagen und was ist der Grund für dessen Aufkommen? Liegt hier etwas in der Tiefe, das sich uns aufdrängen will? Etwas, dass wir lange nicht wahrnehmen wollten oder uns dagegen gewehrt haben? Vielleicht ist es aber auch etwas ganz Banales, das wir bisher einfach nicht gesehen haben. In jedem Falle scheint es aber etwas zu geben, das gerade und vielleicht auch ganz grundsätzlich nicht zu uns bzw. unseren Überzeugungen passt. Ist der Arbeitgeber noch der richtige und kann ich mich mit dessen Wertvorstellungen identifizieren? Passt meine Partnerin oder mein Partner noch zu meinen Lebensvisionen? Pflege ich meine Gesundheit durch gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und eine gute Work-Life-Balance?

Von solchen Fragen lassen sich je nach Krise noch zu genüge finden. Die Liste kann tatsächlich sehr lang werden und manchmal kennen wir auch die richtige Frage im ersten Moment gar nicht. Und wie soll man dann auch noch eine Antwort finden?

Wie findest Du den Weg wieder?

Nun ist es nicht immer sehr einfach dies zu erkennen. Bei einer Krankheit, die aufgrund falscher Ernährungsweise auftritt, geht das vielleicht noch ganz einfach. Aber wenn es um die Trennung von Partner oder Partnerin geht, die wir doch eigentlich von ganzem Herzen lieben, kann es schon schwieriger werden. Was genau ist hier also der Grund und wie komme ich dahinter? Um es kurzzumachen: Es ist nicht einfach und erfordert in einigen Fällen sehr viel Zeit und Energie. Zunächst mal muss ich ja wissen, was mein Grundstreben eigentlich ist. Und solange ich das nicht kenne, kann ich auch nicht die Diskrepanz zur gelebten Realität herstellen. Also ist der erste und wichtigste Schritt zu erkennen, was ich wirklich will, in der Tiefe. Haben wir das herausgefunden, geht der Rest schon deutlich einfacher. Es stellt sich eine Klarheit ein, die uns recht eindeutig zeigt, was gerade falsch läuft. Dann die notwendigen Konsequenzen zu ziehen ist natürlich nochmal ein ganz anderes große Thema. Das erfordert enorm viel Mut. Aber ich glaube nur mit diesem Mut schaffe ich es, eine Krise gänzlich zu bewältigen.

Vom Weg abgekommen

Ich glaube, dass uns jede Krise aufzeigt, dass wir gerade von unserem Weg abgekommen sind. Der erhobene Zeigefinger des Lebens. Wir sind von dem Weg abgekommen, den uns das Leben in der Tiefe vorgibt. Den Weg, für den unsere Seele bestimmt ist zu gehen. Denn ich glaube auch, dass es dieses tiefe innere Grundstreben in jedem Menschen gibt. Etwas, für das dieser Mensch auf der Welt ist. Etwas, dass das er hier verwirklichen will oder soll. Zum Wohle der Gemeinschaft und als Teil des großen Ganzen. Sobald wir als Mensch diesen Weg verlassen und es auch längere Zeit nicht wahrnehmen, treten Krisen auf. Diese haben dann den Sinn uns wieder zum Wesentlichen zurückzuführen. Auf unseren Weg. Das Leben sendet uns ein unübersehbares Zeichen, auf das wir hören müssen. (Lies dazu auch den Artikel zum Thema Persönlichkeit)

In meinem Leben gab es schon einige Krisen. Beziehungs- und Trennungskrisen. Sinnkrisen und Krisen die meine Wohnsituation betreffen. Krisen in Bezug auf meine Eltern und Freunde. Nicht immer hatte ich gleich den richtigen Freund an der Seite, der mich aufgefangen hat. Manchmal musste ich auch ziemlich lange allein ausharren. Glücklicherweise habe ich irgendwann erkannt, welche Chancen sich durch diese Krisen bieten. Ich habe dabei viel über mich und das Leben gelernt. Ich habe in diesen Zeiten Freundschaften geschlossen, die alles Bisherige überragen. Und ich fand durch jede Krise immer ein Stück näher zu meinem Sinn auf der Welt. Zu meinem Grundstreben, meinem Weg.

Wie ist Deine Sichtweise auf Krisen und was hast Du daraus gelernt? Welche Art von Krisen musstest Du schon durchleben? Ich freue mich von Dir in den Kommentaren zu lesen.

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2 Antworten auf „Wie mir Krisen halfen meinen Weg zu finden“

  1. Wer hat sie nicht schon erlebt.. ich denke wir alles mussten schon die ein oder andere Krise durchleben. Es ist / war es nie schön sie zu durchleben und sich herauszukämpfe. Das Leben bzw. den weg widerzufinden. Aber im Nachhinein betrachtet hab ich aus jeder Krise, die ich durchlebt habe etwas gelernt.

    1. Liebe Katrin,
      Du bist ja nun schon regelmäßig auf meinem Blog unterwegs. Schön, dass Du immer wieder neu inspiriert bist und wiederkommst 🙂 Und es freut mich sehr, dass Du aus Deinen Krisen lernen konntest. Weiter so!
      Lg Florian

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