Wie Dich die Kraft von Ritualen bewusster macht

Es ist faszinierend wie die Kraft von Ritualen wirkt. Und es müssen nicht einmal die großen Dinge sein. Auch kleine täglich praktizierte rituelle Handlungen erhöhen das Bewusstsein und die Disziplin.

Kraft von Ritualen

Hast Du Rituale? Dinge, die Du zu bestimmten Zeitpunkten oder in gewissen Situationen regelmäßig und immer wieder tust? Rituale haben eine enorme Kraft und erfordern dennoch manchmal eine ganz schöne Disziplin. Aber Sie unterstützen auch dabei, zu mehr Disziplin zu finden und zu leben. Was jemand für sich als Ritual bezeichnet kann ganz verschieden sein. Sei es der Kaffee auf dem Balkon am Morgen oder die tägliche 6-Uhr-Laufrunde im Park. Die abendliche Dankbarkeit vor dem Schlafengehen oder die 10 Minuten Meditation in der Mittagspause. Ganz egal welche Rituale jemand für sich hat, eine Kraft entwickeln sie alle und sie unterstützen uns zu einer bewussteren und achtsameren Lebensweise.

Trete auf die rituelle Bremse

Was sind also Deine Rituale? Wie startest Du morgens in den Tag? Springst Du nach dem Aufstehen hektisch unter die Dusche und stürzt Dich dann ins Getümmel des Alltags? Rennst Du in der Mittagspause hektisch zum Bäcker und stopfst Dir auf dem Rückweg das Brötchen rein, um danach schnell wieder Deiner Arbeit nachzugehen? Oder nimmst Du morgens erstmal wahr, wie Du Dich überhaupt fühlst? Wie hast Du geschlafen? Kannst Du Dich vielleicht an einen Traum erinnern? Bewegt Dich dieser Traum? Oder nimmst Du Dir vielleicht sogar Zeit für eine tägliche Meditation. Und am Abend? Springst Du von der Party oder einem Date direkt ins Bett oder lässt Du alles nochmal auf Dich wirken in einer rituellen Form?

Was ich jedoch persönlich unter anderen als keine guten Rituale halte, auch wenn man sie so nennen mag: Die tägliche Serie auf Netflix, das checken der neuesten Posts auf Instagram in der Mittagspause oder die abendlichen Feierabend-Weine. Warum? Weil diese passiv sind oder Dich betäuben und von Dir und deinem Köper wegbringen. Und das sind für mich die wesentlichen Aspekte von Ritualen.

Fokussiere Dich während des Rituals

Ich sehe Rituale als etwas, dass ich regelmäßig tue und während dieser Zeit die Aufmerksamkeit voll und ganz auf mich lege. Ich stehe also in dieser Zeit im Mittelpunkt meines Rituals. Ziel meines Rituals ist es, mich ganz bewusst für einen Moment aus der Hektik herauszunehmen. Mal kräftig auf die Bremse zu treten. Die Qualität des Hier und Jetzt zu fühlen und mich darauf komplett einzulassen.

Einige Rituale pflege ich nun schon vielen Jahren. Und ich spüre dadurch viel mehr Gelassenheit in ganz unterschiedlichen Situationen. Eines meiner wichtigsten Rituale ist die tägliche Meditation nach dem Aufstehen (lies dazu auch diesen Artikel über Meditation). Mein Handy ist noch im Flugmodus, ich habe noch nichts gegessen und hatte bis vielleicht auf ein „Guten Morgen“ noch mit niemandem gesprochen. So beginne ich meinen Tag und nehme wahr, was gerade in mir los ist.

Es schafft für mich eine ganz andere Qualität nicht gleich loszurennen. Besonders merke ich das, wenn ich mal nicht dazu komme, weil etwas dazwischenkommt. Der Tag läuft anders. Mir fehlt mein Ritual. Ähnlich geht es mir, wenn ich meine Mittagspause nicht so entspannt verbringen kann, wie ich es gewohnt bin. Auch hier habe ich eine rituelle Form, die immer nach dem gleichen Schema abläuft. Raus aus dem Büro, irgendwo etwas essen, dabei das Handy nicht beachten und nicht sprechen. Auf die Bremse treten.

Spüre selbst die Kraft

Nun aber wieder zu Dir. Welche Gewohnheiten pflegst Du täglich oder in einem bestimmten Rhythmus, die förderlich für Dich sind? Falls Du keine hast, empfehle ich Dir es auszuprobieren. Nimm Dir eine Sache vor, die zu Dir und Deinem Tagesablauf passt und mache sie zu Deinem Ritual. Pflege diese Handlung über mehrere Tage und Wochen und schaue, was geschieht. Verändert sich etwas? Wie nimmst Du das Ritual selbst mit der Zeit wahr? Fühlst Du Dich disziplinierter, seit Du es tust? Und wenn Du es längere Zeit praktiziert hast, wie ist es, wenn Du es mal ausfallen lässt?

Mein Tipp zum Schluss: Nimm Dir erstmal nur eine Sache vor und erkläre Sie zu Deinem Ritual. Überfordere Dich nicht. Nimm lieber diese eine Sache und verfolge Sie konsequent. Sei in diesem Moment ganz auf Dich fokussiert.

Mich interessiert, welche Rituale Du hast oder was ist ein Ritual, das Du für Dich mal ausprobieren willst? Hast Du die Kraft von Ritualen schon selbst erfahren? Schreibe dies gerne ein die Kommentare.

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2 Antworten auf „Wie Dich die Kraft von Ritualen bewusster macht“

  1. Das Handy auch beim Frühstück noch im Flugmodus lassen – guter Punkt. Merci, Florian, für die vielen kleinen, feinen Tipps in deinen Blogbeiträgen.

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