Wie Dankbarkeit meine Wahrnehmung geschärft hat

Dankbarkeit schärft unsere Wahrnehmung, macht uns bewusster und feinfühliger für die alltäglichen Dinge. Wie wir diese Dankbarkeit ausdrücken ist dabei gar nicht so wichtig.

Dankbarkeit schärft die Wahrnehmung

Es gibt viele Dinge, für die wir als Menschen dankbar sein können. Für die alltäglichen Dinge, wie z.B. unsere Gesundheit oder die unserer Kinder. Dafür, dass wir einen Job haben, der uns Spaß macht und unsere Existenz durch regelmäßiges Einkommen sichert. Aber auch, dass uns der Staat und mit sozialen Leistungen unterstützt. Dann sind das noch die etwas kleineren Dinge, die deshalb aber nicht weniger wert sind. Die nette Geste eines Menschen, den wir nicht kennen. Das „Alles Gute zum Geburtstag“, auch wenn es „nur“ per WhatsApp kommt. Die Einladung zum Mittag- oder Abendessen und der Drink, den wir spendiert bekommen. Und dann sind da noch die Dinge, an die wir vielleicht gar nicht oder nicht so oft denken. Zum Beispiel, dass wir in unserem Land keinen Krieg haben. Und auch, dass uns unsere Eltern das Leben geschenkt haben. Dass sie viele Jahre für uns da waren, uns unterstützt und großgezogen haben. Dass wir Menschen trafen, die uns inspiriert haben oder unbewusst einen Weg aufgezeigt haben.

Wie dankbar bist Du?

Für welche dieser Dinge bist Du denn dankbar? Hast Du neben den alltäglichen Dingen, für die Du „Danke“ sagst, auch schon mal an die nicht so alltäglichen Dinge gedacht? Und warst Du auch dankbar, wenn Du zwar etwas bekommen hast, es aber nicht ganz Deinen Erwartungen entsprochen hat? Oder warst Du enttäuscht und dachtest vielleicht sogar „dafür muss ich mich ja jetzt wohl nicht bedanken!“. Und wie oft hast Du Deine Dankbarkeit ehrlich und aus vollen Herzen zum Ausdruck gebracht? Klar, für die Einladung zum Essen geht das ja meist schon automatisch. Aber wie sieht es mit den nicht ganz so alltäglichen Dingen aus? Dass Du die Wohnung bekommen hast und nicht einer der 50 anderen Bewerber. Und wie bringst Du Deinen Dank zum Ausdruck? Machst Du das ganz bewusst oder sagst Du es einfach so, ohne die Qualität dieser Dankbarkeit auch zu fühlen? Wem gegenüber bedankst Du Dich?

Schärfe deine Dankbarkeit

Seit ich bewusst für Dinge dankbar bin, habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich meine Wahrnehmung geschärft hat. Mir fallen viel mehr Kleinigkeiten auf, für die ich dankbar bin, die früher nur einfach so an mir vorbeigerauscht sind (lies dazu auch meinen Artikel zu den Momenten im Alltag). Ich habe begonnen mir die Dinge bewusst vor Augen zu halten. Meine Dankbarkeit habe ich bewusst und in Verbindung mit meinem Herzen zum Ausdruck gebracht. Gegenüber den Menschen, denen ich dankbar war. Am Abend habe ich alles, wofür ich dankbar war, in mein Tagebuch geschrieben. Jede Kleinigkeit, die mir einfiel. Und nach einiger Zeit bemerkte ich, wie es mir auch schon tagsüber immer schneller auffiel, wofür ich dankbar bin. Und am Abend fielen mir noch mehr Dinge ein, die ich aufschreiben konnte und auch wollte.

Mittlerweile schreibe ich die Dinge, für die ich dankbar bin, nicht mehr abends in mein Tagebuch. Ich habe dafür morgens ein kleines Ritual nach meiner Meditation, in dem ich mir die diese Dinge bewusst vor Augen führe und innerlich meinen Dank ausspreche. Auch diese Variante finde ich sehr wertvoll und ich praktiziere sie jeden Morgen. Ich glaube es ist nicht so wichtig den Dank auch gegenüber jemanden auszusprechen. Es reicht, wenn Du ihn in Dir fühlst und Dir gegenüber ausspricht. Verbal oder nur im Gedanken.

Probiere es aus und spüre die Veränderung

Was denkst Du, ist für Dich eine Form in der Du Deine Dankbarkeit „üben“ kannst? Führst Du Tagebuch, dann kannst Du dies einfach mit aufnehmen und jeden Abend alles aufschreiben, wofür Du Dank empfindest. Oder wenn Du meditierst wie ich und nimmst es dort mit auf. Vielleicht ist auch vor dem Abendessen ein guter Zeitpunkt. Es ist egal wann oder in welcher Form Du es tust. Wichtig ist nur, dass Du Dir Zeit dafür nimmst. Es dauert nicht lange. Zwei Minuten Dankbarkeit bewirken sicher mehr als Du denkst. Und es sind sehr gut investierte zwei Minuten Deiner Lebenszeit. Daher würde ich mich freuen, wenn Du es ausprobierst und Dir ein paar Tage lang alles bewusst vor Augen führt, wofür Du dankbar bist. Warte einfach ein paar Tage ab und schau, was geschieht. Ich bin sicher, es dauert nicht lange und Du spürst eine Veränderung.

Schreib mir auch gerne Deine Erfahrungen in die Kommentare. Mich interessiert, welche Veränderungen Du wahrgenommen hast und in welcher Form Du die Dankbarkeit in Deinen Alltag integriert.

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2 Antworten auf „Wie Dankbarkeit meine Wahrnehmung geschärft hat“

    1. Liebe Brigitte,
      es freut mich zu hören, dass Dir mein Beitrag gefällt. Ich wünsche Dir viel Kraft für die Zeit nach Deinen Krisen!
      Liebe Grüße
      Florian

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