Warum ein 100% bewusstes Leben nicht möglich ist

Ein bewusstes Leben zu führen macht Dich glücklicher und Dein Leben bekommt eine ganz andere Qualität. Es besteht jedoch auch das Risiko, dass es in Stress ausartet. Sei mitfühlend und achte auf Dein Gefühl.

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Führe ein bewusstes Leben mit Mitgefühl

Seit einigen Wochen schreibe ich nun regelmäßig Blogartikel und veröffentliche diese hier. Du bekommst darin von mir Tipps, wie Du Dein Leben bewusster und achtsamer leben kannst. Auf was Du im Alltag achten solltest. Dass Rituale wichtig und hilfreich sein. Du sollst dankbar für die Kleinigkeiten sein und die nicht direkt erkennbaren Dinge schätzen. Sollst Geduld haben und auf die positiven Wirkungen des ganzen Tuns warten. Du sollst auf das tiefe Grundstreben Deiner Seele hören und Dich danach handeln. Ein ganzer Haufen an Infos und Tipps, die ich Dir hier gebe (lese dazu u.a auch meine Artikel zu den Themen Rituale, Dankbarkeit, Persönlichkeit und Ziele).

Der ein oder andere hat sich vielleicht schon gefragt, ob ich das denn auch alles genau so mache. Ob ich jeden Tag mit eiserner Disziplin meine Rituale durchziehe. Und mir alles was ich hier schreibe leichtfällt, weil ich es ja schon einige Jahre praktiziere. Ob ich meine Gefühle und Gedanken immer sofort und problemlos wahrnehmen kann. Und ob ich ständig mit vollem Bewusstsein durch den Tag laufe.

Du kannst nicht ständig 100% bewusst leben!

Um es kurzzumachen: Nein! Auch nach jahrelanger Praxis kann ich nicht den ganzen Tag völlig bewusst durch den Alltag laufen. Ich habe Phasen, in denen mir die Disziplin schwerfällt und ich sie auch mal nicht aufrechterhalten kann. Es gibt Tage, an denen fällt auch mal ein Ritual aus. Es gibt Situationen, in denen ich trotz aller Übung meine Gefühle und Gedanken nicht sortiert und strukturiert bekomme.

Das ist aber auch nicht schlimm. Es geht für mich bei einer bewussten Lebensweise nicht darum, dass ich 24 Stunden am Tag absoluten Bewusstseins jede Kleinigkeit wahrnehme. Keine Situation übersehe, in der ich dankbar sein müsste. Und immer „volle Kontrolle“ über meine Gefühle und Gedanken habe. Mal ehrlich: Wie sollte das auch gehen? Unsere Emotionen sind schneller als unser Bewusstsein, das geht also schonmal nicht. Und unser Gehirn filtert non-stop automatisch alles Unwesentliche heraus. Und damit vielleicht auch mal etwas, das mit objektiver Betrachtungsweise eine dankbare Situation gewesen wäre.

Richte Dich nach Deinem Gefühl

Ein bewusstes Leben zu führen bedeutet für mich achtsam mit mir selbst zu sein. Zu erkennen, wann es mir gut geht und wann nicht. Zu bemerken, wann etwas für mich gut wäre und wann nicht. Und das auch immer schneller zu erkennen. Wie bei der Meditationspraxis. Immer, wenn der Geist in Gedanken abschweift zurück ins Hier und Jetzt kommen. Und es bedeutet für mich, je nach meiner Gefühlslage zu entscheiden was gut für mich ist. So kommt es dann auch mal dazu, dass ein Ritual ausfällt oder ich meine Disziplin mal sein lasse. Aber ich entscheide mich dann bewusst dafür.

Führe ein bewusstes Leben mit Mitgefühl

Bewusst zu leben soll ja nicht in Stress ausarten. Es soll Dich glücklicher und zufriedener machen. Deine Lebensqualität steigern. Dich offen für Deine Umwelt machen und Dich zu Deinem Kern führen, Deiner Seele.

Du solltest also entspannt an die Sache ran gehen. Überfordere Dich nicht. Und sei gutmütig mit Dir, wenn es mal nicht gleich so läuft, wie Du es geplant hast. Ich habe für einige Dinge viele Jahre gebraucht, um Sie zu verstehen oder diese vollen Bewusstseins praktizieren zu können. Das Stichwort ist „Mitgefühl“. Mitgefühl mit Dir selbst. In jedem Moment, in dem Du wahrnimmst, dass Du gerade nicht bewusst oder achtsam warst, hast Du das Ziel schon erreicht. Alles andere ist nur noch Übung. Du wirst merken, es fällt Dir mit der Zeit immer leichter und Du wirst immer schneller im Erkennen Deiner unbewussten Momente. Und habe nicht das Ziel die unbewussten Momente völlig aus Deinem Leben verbannen zu wollen. Das funktioniert sowieso nicht.

Was bedeutet es für Dich ein bewusstes Leben zu führen? Wann fällt es Dir besonders leicht bewusst zu sein und wann nicht? Schreibe dies gern ein die Kommentare, ich freue mich.

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